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MY JOURNEY – „Ich dachte nur noch: Ich will das auch können.

39 Tage. 39 Menschen. 39 Geschichten bis zum 41. BMW BERLIN-MARATHON.

21.08.2014

© Kathrin Gartner

"Alles begann als ich meinem Vater vor drei Jahren beim BMW BERLIN MARATHON vom Straßenrand aus zujubelte." Kathrin Gartner gerät ins Träumen, wenn sie von diesem Familienerlebnis berichtet. "Ich selbst und alle Zuschauer neben mir empfanden für jeden einzelnen Läufer eine solche Bewunderung! Diese ganze Atmosphäre hatte einfach etwas Magisches. Ich war nach diesem Tag völlig emotionalisiert und dachte nur noch: Ich will das auch können." Im Vergleich zu ihrem Vater war für Kathrin das Laufen früher eher eine leidige Angelegenheit. "Klar, ich bin mal 5 Kilometer gelaufen, aber eher weil mir das mein schlechtes Gewissen sagte, nicht aus Leidenschaft."

Nach dem Lauferfolg ihres Vaters im Jahr 2011 änderte sich das jedoch schlagartig. Die aus Bayern stammende Wahlberlinerin stellte sich einen eigenen Trainingsplan zusammen und machte es sich zur Angewohnheit, morgens noch vor der Arbeit laufen zu gehen. Die 28-Jährige begann verstärkt auf ihre Ernährung zu achten, nahm einige Kilogramm ab und stellte zufrieden fest, dass sie auch bei ihrer Arbeit in der Marketingabteilung von Universal plötzlich viel konzentrierter wurde. "Das Laufen wirkte sich in jeder Hinsicht positiv auf mein Leben aus."

Die ohnehin schon gute Beziehung zu ihrem sportlichen Vater intensivierte sich durch das gemeinsame Projekt Marathon noch mehr. Nachdem Kathrin einige Monate gelaufen war, musste sie jedoch für sich selbst feststellen, dass das Ziel, 42,195 Kilometer am Stück zu laufen, für das erste Trainingsjahr noch ein bisschen zu hoch gegriffen war. Deshalb stellte sie ihr Leistungslevel zunächst beim Vattenfall BERLINER HALBMARATHON auf die Probe und drehte ihre Lieblingsrunden im Treptower Park. Als sie von ihren Eltern eine Pulsuhr geschenkt bekam und die Anmeldung für den BMW BERLIN MARATHON 2014 schließlich bestätigt wurde, fand sie neue Motivation und beschloss, das Projekt nun ernsthaft anzugehen.

Nun geht sie mindestens vier Mal pro Woche trainieren und absolviert davon mindestens einmal einen Lauf über 25 Kilometer. "Ich fühle mich für meinen ersten Marathon nun gut vorbereitet." Am 28. September wird sie ihr Vater auf der gesamten Strecke begleiten. "Für ihn wird es voraussichtlich der letzte Marathon sein. Für mich der erste - mein Vater ist für mich der beste Mentor, den ich mir vorstellen kann. Wenn er neben mir läuft, gibt mir das ein Gefühl von höchster Sicherheit. Dann weiß ich, dass ich die Strecke schaffen werde. Vor ihm würde ich auch nicht jammern, wenn meine Beine mal schwer werden sollten." Eine Zielzeit hat sich die junge Frau nicht gesetzt. "Ich will nur ankommen und dann noch stehen können", sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Ob danach der New-York-Marathon kommt? Wer weiß.


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