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Positive Bilanz aus sportmedizinischer Sicht

25.09.2006

„Es wurde am Sonntag sehr diszipliniert gelaufen. Gerade die Läufer, die 3:15 Stunden und länger benötigten, haben im Ziel alle noch geschwitzt. Da konnte man sehen, dass sie genug getrunken hatten“, sagt Dr. Lars Brechtel, Medical Director des 33. real,- BERLIN-MARATHON. Insgesamt musste bei den Läufern, Handbikern, Rollstuhlfahrern und Teilnehmern des real,- MINI-MARATHON, die alle am Sonntag am Start waren, in 1.744 Fällen Hilfe geleistet werden. Davon entfielen 1.233 Hilfestellungen auf den Zielbereich. In 103 Fällen mussten Läufer in Kliniken gebracht werden. Das ist geringfügig mehr als in früheren Jahren. „Das ist vor allem auf unsere geänderte Einsatztaktik zurückzuführen. Früher haben wir mehr Läufer in den Zielbereich verlegt. Bei den heißen Temperaturen haben wir uns entschieden, die Teilnehmer bei Bedarf direkt in die Kliniken zu fahren“, sagt Dr. Lars Brechtel.

„Wir waren in keiner Weise jemals ausgelastet“, so Dr. Lars Brechtel. Einen wichtigen Anteil an dieser guten Bilanz hatte die Messe BERLIN VITAL. Hier boten 22 Ärzte des Medical Team an drei Tagen eine sportmedizinische Sprechstunde an. 445 Konsultationen wurden in dieser Zeit durchgeführt. In 205 Fällen wurde daraufhin in Absprache mit dem jeweiligen Läufer ein Startverbot empfohlen und erteilt. Zum Vergleich: im vergangenen Jahr nutzten 230 Läufer die Möglichkeit der sportmedizinischen Sprechstunde auf der BERLIN VITAL.

Bei drei Läufern kamen Notärzte zum Einsatz, bei einem Läufer musste vor Ort eine Reanimation vorgenommen werden. „Der 49-jährige Mann war nach der Defibrillation am Unfallort sofort wieder ansprechbar und sehr guter Dinge“, weiß Brechtel zu berichten. Bei den anderen beiden Läufern handelte es sich um Vorsichtsmaßnahmen, da koronare Herzerkrankungen nicht ausgeschlossen werden konnten. Einer der Läufer ist nach dem Notarzteinsatz wieder weitergelaufen. „Insgesamt hat bei allen Notarzteinsätzen die Unfallkette hervorragend funktioniert. Die Unfallwagen waren immer nach spätestens vier Minuten vor Ort“, sagt Brechtel.

Auch bei den Skatern, die ihr Marathonrennen bereits am Samstag absolvierten, war die Bilanz günstig. 404 Behandlungen mussten auf der Strecke durchgeführt werden – im vergangenen Jahren waren es 432. „In den meisten Fällen handelte es sich um minimale Hautabschürfungen oder Blasen“, so der Mediziner.


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