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IAAF-Golden-League beginnt mit Schock für Bekele

03.06.2006

Edith Masai, die Siegerin des Vattenfall BERLINER HALBMARATHON, lief in Oslo kenianischen 5.000-m-Rekord.
© Victah Sailer

Die IAAF Golden League begann in Oslo in spektakulärer Art und Weise: Einer der ganz großen Jackpot-Favoriten musste gleich zum Auftakt eine Niederlage einstecken. Völlig überraschend gewann der Kenianer Isaac Songok das 5.000-m-Rennen am Freitag Abend gegen den Weltrekordler Kenenisa Bekele (Äthiopien). Nun muss Bekele bei den verbleibenden fünf IAAF-Golden-League-Meetings gewinnen, um wenigstens noch an der Hälfte des Jackpots (500.000 Dollar) beteiligt zu sein.

Kenenisa Bekele, sonst im Spurt fast unschlagbar, verlor ausgerechnet ganz am Ende im Spurt gegen Isaac Songok, der in 12:55,79 Minuten eine neue Jahresweltbestleistung aufstellte. Der Kenianer, der bei der Cross-WM im April über die 4-km-Kurzstrecke den zweiten Platz hinter Kenenisa Bekele belegt hatte, ließ seinem großen Rivalen auf den letzten 150 Metern keine Chance.

Das letzte Mal, dass Kenenisa Bekele ein 5.000-m-Rennen verloren hatte, lag fast zwei Jahre zurück. Damals unterlag er im olympischen Finale von Athen dem Marokkaner Hicham El Guerrouj. In Oslo lief Bekele nun 12:58,22 Minuten, wobei mit Mike Kigen ein weiterer Kenianer sehr dicht dahinter folgte. Kigen wurde in 12:58,58 Dritter. “Ich bin selbst am meisten überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich sein könnte, dieses Rennen zu gewinnen. Aber ich fühlte mich sehr stark und hatte noch viel Kraft auf der letzten Runde“, sagte Isaac Songok.

Eine andere äthiopische Jackpot-Hoffnung gab sich keine Blöße: Tirunesh Dibaba zeigte ihre hervorragenden Sprint-Qualitäten und gewann ein hochklassiges 5.000-m-Rennen. Dibaba, die im vergangenen Jahr bei der WM in Helsinki sowohl über 5.000 als auch über 10.000 m die Goldmedaille gewonnen hatte, stellte eine persönliche Bestzeit von 14:30,40 Minuten auf. Sie setzte sich dabei gegen ihre ältere Schwester Ejegayehu (14:33,52) und die Kenianerin Edith Masai durch. Masai, die im April den Vattenfall BERLINER HALBMARATHON gewonnen hatte, lief mit 14:33,84 Minuten einen kenianischen Rekord. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen – der Zeit und dem Sieg. Ich habe mich stark gefühlt“, sagte Tirunesh Dibaba, die am Tage ihre 21. Geburtstages in Oslo gewann.

Mohammed Al Azzimi (Kuwait) gewann die 800 m in persönlicher Bestzeit von 1:44,39 Minuten. Die anderen drei Mittelstreckenrennen gingen an Athleten aus Kenia: Über 1.500 m siegte Brimin Kipruto in 3:36,53 während die traditionelle ,Dream Mile’ von Alex Kipchirchir in 3:50,32 gewonnen wurde. Ivan Heshko (Ukraine) folgte kurz dahinter in 3:50,89. Über 800 m der Frauen siegte Janet Kepkosgei in 2:00,51.


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