News
SCC-RUNNING – Läufer des Monats (18): Felix Bodeewes
30.12.2005
Felix Bodeewes hatte Pech.
Bei dem 32-Jährigen wurde Anfang des Jahres im Rahmen einer Sportuntersuchung
Tuberkulose festgestellt. Der Unternehmer mit 20 Angestellten, der die
Zeitschrift ,GELD kompakt’ herausgibt, zeigte keinerlei Symptome und somit
waren auch die Ärzte von der zufälligen Diagnose überrascht. Der schon immer
sportbegeisterte Felix Bodeewes unterzog sich dann im Februar 2005 einer Operation,
bei der zwei von Tuberkulose befallene Lungensegmente entfernt wurden.
Dabei wurde sein Atemvolumen durch die OP von 6,3 Liter um 1,5 Liter verringert. Zu Beginn seiner Reha in der Hochgebirgsklinik im schweizerischen Davos hatte er sogar nur 3,5 Liter Atemvolumen. Die Leistungsfähigkeit und Fitness von Felix Bodeewes war stark beeinträchtigt. Als Trainingsziel und Motivation bei der schmerzhaften Physiotherapie hatte er sich überlegt, seinen ersten Marathon zu laufen. Die Frage nach dem Wo konnte er sich selbst schnell beantworten – „natürlich in meinem Wohnort Berlin!“.
Unter der Aufsicht eines Internisten konnte er durch intensives Training zuversichtlich an seinen ersten Marathon gehen. Felix Bodeewes gründete eine eigene ‚GELD kompakt’ Laufgruppe. In dieser bereitete er sich zusammen mit vier Kollegen auf den real,- BERLIN-MARATHON vor. Aufgrund eines gemütlichen, guten Testlaufes beim Campina Straßenlauf konnte die Gruppe locker an den Marathon gehen. Trotz all seines Ehrgeizes war ihm aber die Zeit nicht so wichtig: „Ich wollte Spaß mit meinen Kollegen haben, die mit mir zusammen den Marathon liefen.“
Beim 32. real,- BERLIN-MARATHON kam der Berliner in 4:32:46 Stunden ins Ziel – und schaffte trotz schwerer Lungenoperation nur sieben Monate später seinen ersten Marathon. Und mit dieser Leistung möchte Felix Bodeewes vor allem eines: anderen Läufern Mut machen.
Felix Bodeewes Lieblingslaufstrecke: Meine Lieblingslaufstrecke ist meine Hausstrecke. Da ich in Mitte wohne, starte ich im Regierungsviertel. Ich laufe am Kanzleramt vorbei in den Tiergarten, von dort am Einsteinufer entlang zu einer Runde in den Schlosspark Charlottenburg und zurück über den Neuen See im Tiergarten zum Brandenburger Tor. Das sind ca. 15 km im Grünen, fast ohne Autos. Da kann ich richtig schön abschalten.
MARISA REICH
Weitere News
Noch mehr News finden Sie in unserem Newsarchiv
Anzeige
Anzeige














