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Sabrina Mockenhaupt überzeugt bei Deutschen Meisterschaften inWattenscheid

Das Resultat reflektiert einmal mehr die schwach besetzte Spitze im Laufbereich.

04.07.2005

Sabrina Mockenhaupt gewinnt den 22. AVON RUNNING Berliner Frauenlauf
© Camera 4

Sabrina Mockenhaupt und René Herms sorgten für die Highlights in den Laufdisziplinen bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Wattenscheid. Am Sonnabend gewann Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) das 5.000-m-Rennen souverän in 15:09,39 Minuten während am Sonntag René Herms (LG Asics Pirna) das Ticket zur WM löste. Er gewann die 800 Meter in 1:45,39 Minuten und schaffte damit die WM-Norm.

Allein auf weiter Flur

Sabrina Mockenhaupt war allein auf weiter Flur in Wattenscheid. Am Ende hatte die Siegerin des AVON-RUNNING Berliner Frauenlaufes einen riesigen Vorsprung von über einer Minute auf die Konkurrenz. Die Marathonläuferin Ulrike Maisch (LAV Rostock) kam nach 16:17,75 Minuten ins Ziel. Das Resultat reflektiert einmal mehr die schwach besetzte Spitze im Laufbereich. „Die Zeit war super für mich – ich hatte mit einem Ergebnis zwischen 15:20 und 15:30 Minuten gerechnet. Ich bin auf einem guten Weg zur WM“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die in Helsinki über 10.000 m antreten wird.

Bei den Männern gab es ein ähnliches Bild. Jan Fitschen war hier der Alleinunterhalter an der Spitze. „Ich hatte mir das Rennen anders vorgestellt. Wir wollten uns mit der Führungsarbeit abwechseln, aber dann war ich alleine an der Spitze“, erklärte Jan Fitschen. Der Läufer des TV Wattenscheid gewann sein Heimspiel in 13:39,71 Minuten. Als Zweiter kam Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) in 13:52,99 Minuten ins Ziel.

Eine Hundertstelsekunde

Maßarbeit lieferte René Herms (LG Asics Pirna) am Sonntag. Am Freitag hatte er bei der Golden League in Paris im 800-m-Feld keine Rolle gespielt als Siebenter, doch in Wattenscheid lief er nun 1:45,39 Minuten. Damit blieb René Herms um eine Hundertstelsekunde unter der WM-Norm und erfüllte damit das Kriterium für die Nominierung. An Optimismus fehlt es ihm nicht. Doch es klingt angesichts der internationalen Konkurrenz nicht sehr realistisch, wenn René Herms sagt: „Ich möchte das Finale erreichen – und Platz drei bis sechs ist realistisch.“

Den 1.500-m-Titel holte sich der Berliner Franek Haschke von der LG Nord Berlin, der nach 3:40,39 Minuten ins Ziel lief. Haschke, der von Roland Wolff trainiert wird, trat in der Zielkurve explosiv an und überholte den Überraschungszweiten Carsten Schlangen in 3:40:79 (SV Union Meppen). Wolfram Müller, nach seiner Trennung von Dieter Baumann, wurde nur Vierter in 3:41:89. Über 3000 m Hindernis holte sich Filmon Ghirmai den Titel. Der Baumann-Schützling lief 8:34,10 Minuten und hat eine Chance, für Helsinki nominiert zu werden, obwohl er nur einmal und nicht zweimal die Norm knackte. „Ich hoffe, dass ich zur WM fahren kann und werde mich in St. Moritz im Trainingslager vorbereiten“, erklärte Filmon Ghirmai.

Bei den Frauen gewann Monika Gradzki (TV Wattenscheid) die 800 m in 2:03,51 Minuten vor Kathleen Friedrich (SC Potsdam/2:03,85). Über 1.500 m siegte Antje Möldner (SC Potsdam) in 4:12,38 während Verena Dreier (LG Sieg) mit großem Vorsprung die erste Meisterschaft über 3.000 m Hindernis in 10:06,51 Minuten für sich entschied.


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